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Entdecke das UNESCO-Welterbe in der Region Mosel

Trier war römische Kaiserresidenz

Von der Mosel aus wurde einst die Hälfte des riesigen Römischen Reiches regiert. Von Schottland bis Marokko reichte die Macht der Trierer Kaiser. Noch heute zeugen antike Monumentalbauten von der Bedeutung der Stadt zu dieser Zeit. Sowohl die Dichte als auch die bauliche Qualität der römischen Baudenkmäler sind außergewöhnlich.

Daher zählen folgende römische Bauwerke in Trier zum UNESCO-Welterbe:

ORTE

Ein antikes Amphitheater umgeben von grünen Hügeln und Bäumen. Der Himmel ist klar mit ein paar Wolken.

Amphitheater (UNESCO Welterbe)

Trier

ORTE

Zwei Personen betrachten ein historisches Gebäude mit beeindruckender Architektur. Der Himmel ist klar und blau.

Porta Nigra (UNESCO Welterbe)

Trier

ORTE

Eine historische Ruine mit alten Mauern, umgeben von grünem Gras. Im Hintergrund sind Bäume und ein Gebäude sichtbar.

Barbarathermen (UNESCO Welterbe)

Trier

ORTE

Eine Luftaufnahme einer Stadt mit bunten Herbstbäumen. Im Vordergrund ist ein historisches Gebäude mit großen Fenstern zu sehen.

Konstantin-Basilika (UNESCO Welterbe)

Trier

ORTE

Eine beeindruckende Ruine mit großen Bögen und offenem Himmel. Die Wolken und die Sonne verleihen der Szene eine besondere Stimmung.

Kaiserthermen (UNESCO Welterbe)

Trier

ORTE

Ein Mann in einem grünen Shirt steht am Ufer eines Flusses und schaut auf eine alte Brücke. Hinter ihm gibt es grasbewachsene Ufer und Bäume.

Römerbrücke (UNESCO-Welterbe)

Trier

Christentum wird Staatsreligion

Das Ensemble von Dom und Liebfrauenkirche zählt ebenfalls zum UNESCO-Welterbe. An der Stelle, an der du heute die beiden Sakralbauten siehst, entstand im 4. Jahrhundert die größte christliche Kirchenanlage der damaligen Zeit, ganz in der Nähe des kaiserlichen Palastbezirkes. Mit ihr ist die Anerkennung des Christentums als Staatsreligion im Römischen Reich eng verbunden, was ein wichtiges Ereignis der Menschheitsgeschichte darstellt.

Dom als älteste Bischofskirche Deutschlands

Der Dom gilt als älteste Bischofskirche Deutschlands, und er wird nach wie vor in dieser Funktion genutzt. Charakteristisch für dieses UNESCO-Welterbe ist, dass in den rund 1.700 Jahren seiner Existenz alle Generationen - von der Römerzeit bis zur Gegenwart - architektonisch wie künstlerisch ihre Spuren hinterlassen haben. 

 

Liebfrauenkirche als Juwel der Frühgotik

Die Liebfrauenkirche zählt wie der Dom zum Welterbe der UNESCO und gilt zusammen mit der Elisabethkirche in Marburg als älteste gotische Kirche in Deutschland. Sie stellt den bedeutendsten und frühesten gotische Zentralbau des Landes dar. 

Seit 1986 zählen die Trierer Römerbauten, der Dom und die Liebfrauenkirche zum UNESCO-Welterbe.

Ein Paar auf dem Domplatz in Trier / Exklusivrecht MLT

Mittelalterliches UNESCO-Weltdokumentenerbe in Trier

Zwei mittelalterliche Handschriften aus Trier nahm die UNESCO als dokumentarische Zeugnisse von außergewöhnlichem Wert für die Menschheitsgeschichte in das Register des Weltdokumentenerbes auf: den Egbert-Codex und das Ada-Evangeliar. Du findest sie in der Schatzkammer der Wissenschaftlichen Bibliothek der Stadt Trier, zusammen mit weiteren herausragenden Buchschätzen, wie zum Beispiel einer Ausgabe der berühmten Gutenberg-Bibel.

Buchdeckel mit spätantiker Kamee: Kaiser Konstantin und Familie

Ada-Evangeliar

Das kostbare Ada-Evangeliar gilt als Hauptwerk einer kleinen, aber sehr bedeutenden Gruppe von prächtigen Handschriften, die unter der Bezeichnung „Hofschule Karls des Großen“ zusammengefasst werden. Gemeinsam wurden sie im Mai 2023 zum UNESCO-Weltdokumentenerbe erklärt. Auf einzigartige Weise zeugen diese Handschriften vom politischen, kulturellen und kirchlichen Selbstverständnis der karolingischen Epoche.

Das Ada-Evangeliar als Leithandschrift enthält vier Evangelien in lateinischer Sprache, zweispaltig ganz in Gold geschrieben und mit kostbaren Rahmungen ausgestattet. Weltberühmt sind die vier ganzseitigen Porträtdarstellungen der Evangelisten Matthäus, Markus, Lukas und Johannes, denn sie zeigen die Hofschule Karls des Großen auf dem Höhepunkt ihrer Kunstentfaltung. Sie knüpfen an das Modell antiker Kaiserporträts an und übertragen es in einen christlichen Kontext.

Egbert-Codex

Der eindrucksvolle Egbert-Codex zählt zu den Hauptwerken der ottonischen Buchkunst und enthält den ältesten und umfangreichsten Bilderzyklus zum Leben Jesu. Benannt wurde er nach seinem kunstsinnigen Stifter, dem Trierer Erzbischof Egbert (977-993). Dieser hatte den Codex – vermutlich zum persönlichen Gebrauch – bei Künstlern und Schreibern aus Trier sowie von der Inseln Reichenau am Bodensee in Auftrag gegeben.

Seit 2003 zählt der Egbert-Codex zusammen mit weiteren prächtig illuminierten Handschriften des berühmten Klosters Reichenau zum Weltdokumentenerbe der UNESCO. 

Miniatur: Fischerszene am See Genezareth
Ansicht des Codex in der Vitrine mit großformatigen Bildausschnitten im Hintergrund

Würdigung durch die Deutsche UNESCO-Kommission e. V.

„Die Handschriften des Klosters Reichenau am Bodensee aus dem 10. und 11. Jahrhundert sind ein herausragendes Zeugnis der ottonischen Buchmalerei. Nach dem Niedergang des karolingischen Reiches war unter den sächsischen Kaisern eine kulturelle Blüte eingeleitet worden. Auf dem Gebiet der Kunst führte dies zu einer Vorrangstellung der ottonischen Buchmalerei in Europa. Eine der großen Leistungen der Reichenauer Buchmalerei sind die ausführlichen Miniaturzyklen zum Leben Christi, welche die Malerei der folgenden Jahrhunderte beeinflussten.“ 

(Quelle: https://www.unesco.de/staette/reichenauer-handschriften)

 

Über den Trierer Erzbischof Egbert

Erzbischof Egbert stammte aus vornehmem niederländischem Adel und war circa 27 Jahre alt, als er sein Amt antrat. Zunächst durchlief er eine geistliche Erziehung und wurde dann an den kaiserlichen Hof berufen – dorthin, wo alle politischen Fäden Europas zusammenliefen und wo sich die geistige Elite des Reiches traf. Einen inspirativeren Ort konnte es für einen gebildeten jungen Menschen kaum geben. 976 ernannte ihn Otto II. zum Kanzler und nur ein Jahr später zum Trierer Erzbischof. Der ottonische Sinn für Kunst und Kultur prägte Egbert tief. 

Miniatur: Thronender Egbert

Spannend zu besichtigen...

Die Schatzkammer der Wissenschaftlichen Bibliothek Trier bewahrt faszinierende Schätze des UNESCO-Weltdokumentenerbes.

Ansicht des ersten Ausstellungsraums mit den Cornelli-Globen; Durchblick in den zweiten Raum mit Egbert-Codex in einer Ausstellungsvitrine